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Reines Tanzvergnügen Drucken
Neues Konzept der Partynight kommt an – 240 Gäste sind dabei
Von Tatjana Seibt
und Ursula Konder

partynight002.jpgNicht nur die Jugend macht gerne Party. Auch ältere Semester sind da, wenn gefeiert wird. Und genau da hakte die UTSG ein und trumpfte bei der ersten Partynight auch gleich mit mehreren Überraschungen auf.

Usingen. Eine gelungene Premiere feierte die Usinger Partynacht am Samstagabend in der Stadthalle. Nach zehn Jahren Ballnacht warteten die Veranstalter mit einem überarbeiteten Konzept für das Usinger Gesellschaftsereignis auf. Lockerer sollte es zugehen, das Motto «Party machen» im Vordergrund stehen.

Dabei bewiesen die Veranstalter, die Usinger Turn- und Sportgemeinde (UTSG) zusammen mit Organisator Günter Werner vom gleichnamigem Musikzentrum, Mut zur Veränderung. So wurde auf die Dauerwerbesendung im Saal, die opulente Tischdekoration und Hauskoch Thomas Deißler verzichtet. Letzterer wurde durch den Caterer Hot and Cold ersetzt, der mit Geschäftsführerin Sarah Knorr seinen Einstand gab.

Unverzichtbar für die Party war hingegen Moderator Christian Konieczny, der bis dato durch das Programm der Ballnacht geführt hatte. Gewohnt souverän und gut gelaunt begrüßte er die etwa 240 Gäste. Die waren kurz zuvor noch in dunklem Anzug, sommerlichen Party- und Cocktailkleidern über den roten Teppich flaniert, der natürlich auch an diesem Abend nicht fehlte.

 

Kleines Schwarzes
Bei den Frauen hatte das schwarze Abendkleid, egal ob kurz oder lang, Hochkonjunktur. Wie beispielsweise bei Monika Parisi. Sie und ihr Begleiter Max Günther wurden schnell zum heißesten Tanzpaar des Abends. Und auch Usingens ehemaliger Bürgermeister Matthias Drexelius gab sich als Partylöwe. Er eroberte mit Ehefrau Katja, dieses Mal im langen schwarzen Abendkleid, ein ums andere Mal das Tanzparkett.

Wer sich nicht für das rein Schwarze entscheiden konnte, machte es wie SPD-Fraktionschefin Claudia Bertz, die auf eine Kombination aus Schwarz und Weiß setzte. Doch natürlich gab es auch noch die Farbtupfer: Schicke Roben in Lila, Rosa und Weiß schafften wohltuende Kontrapunkte zum Klassiker.

Farblich aufeinander abgestimmt zeigte sich Usingens neuer Bürgermeister Steffen Wernard und seine Ehefrau Tanja. Von Losgelöstheit und Fröhlichkeit war allerdings nicht viel zu sehen, und so blieb das Paar lieber am Tisch sitzen und mied die teilweise überfüllte Tanzfläche. Dabei war es angesichts der guten Live-Musik schwer, die Füße still zu halten. Nicht zuletzt, da die Gruppe Solid Gold auf Klassiker der 70er und 80er Jahre setzte.

 

Eine Augenweide
Beim Publikum kam’s hervorragend an, und so durfte auch getrost getanzt werden, wenn man die Schritte aus Tanzschulzeiten längst vergessen oder noch gar nicht gelernt hatte. Und auch die Tanzformation des TSC Usingen machte Lust aufs Tanzen. Die drei Paare waren nämlich schlichtweg eine Augenweide und gingen nicht ohne Zugabe vom Parkett.

Kritik gab’s lediglich beim Essen. «Da hat der Thomas Deißler doch besser gekocht», sprach Marion Koppel das laut aus, was viele nur hinter vorgehaltener Hand einander zuflüsterten. Übersichtliche Teller, sparsames Salatdressing und Käse, der laut Besucherin Elke Druckenmüller «die beste Zeit schon hinter sich hatte», kamen nicht gut an. Lob gab’s aber für den netten Service und das neue Konzept. Marion Koppel und ihr Mann Eckhard sind Ballnacht-Kenner. «Wir sind jetzt schon zum fünften Mal dabei», erzählten die aus Weinbach stammenden Party-Liebhaber. Die erste Partynight «war toll, weil sie nicht so steif war wie die vergangenen Jahre», waren sie sich einig.

Auch die verschiedenen Bars wurden bestens angenommen. Wer sich eine Flanierkarte zum ermäßigten Preis gekauft hatte, war gut beraten. Denn die Bars trumpften nicht nur mit nettem Ambiente, spezifischen Drinks und Fingerfood – besonders lecker die Nachtischvariationen in der Café-Bar – auf. Auch die Sitzplätze für die Flaniergäste waren reichlich vorhanden, und so musste niemand stehen.